Türkei
Wahlspruch:
“Yurtta Sulh,Cihanda Sulh“ – „Frieden in der Heimat, Frieden in der Welt“
Amtssprache: Türkisch
Religion: Moslems
Hauptstadt: Ankara
Staatsreform: Parlamentarische Republik
Regierungsform: Parlamentarische Demokratie
Staatsoberhaupt: Abdullah Gül
Regierungschef: Recep Tayyip Erdogan
Einwohnerzahl : ca.81 Millionen zwischen Asien und Europa
Währung: Türkische Lira
Gründung: 29.10.1923 Gründer, Kemal Atatürk
„Türkei, kein Traum kann schöner sein „
Für wen dieser Slogan gilt, ist noch die große Frage. Für die Tiere des Landes mit Sicherheit nicht !!!
Tierschutzgesetz
Seit 2004 gibt es erstmalig in der Türkei ein Tierschutzgesetz. Dieses ist aber in der Realität sein Papier nicht Wert.
Zwar wurden darin die Städte und Gemeinden u.a verpflichtet, Tierheime ( Kastrationszentren ) zu errichten, die Gelder hierfür müssen in Ankara beantragt werden, nur tut es kaum einer.
Und wenn, dann verschwindet das Geld in anderen Kanälen oder wird in den Tourismus gesteckt.
Vom Tourismus lebt die Türkei. Dieser bringt den großen Euro ins Land.
Der Türke an sich geht davon aus, dass ein Tier keine Seele hat, also kommt auch kein Engel ( hohes Gericht ) um einen für das Misshandeln oder Töten eines Tieres zur Rechenschaft zu ziehen.
Gemeinhin wird der Hund in der Türkei „ IT Köpek“ genannt, was so viel wie "Alien" bedeutet.
Die wenigen positiven Beispiele an Tierheimen in der Türkei sind auf die Unterstützung von Tierschutzvereinen und Orgas anderer Länder angewiesen, da sie lediglich Gelder für Kastrationen zur Verfügung gestellt bekommen.
Extragelder für Behandlungen von erkrankten Tieren gibt es nicht. Diese müssen getötet werden, oder aber die Tierheime selbst kommen für die Kosten auf.
Die Tiere werden lediglich kastriert, um dann innerhalb kürzester Zeit wieder auf die Strasse zurück gesetzt zu werden.
Grundsätzlich kann man sagen, dass das Elend der Streuner in den Städten und Gemeinden an der Tierliebe der Zuständigen liegt.
Mögen diese keine Tiere, bedeutet dies für diese Tiere die Hölle auf Erden.
In Istanbul allein wird die Zahl der Streuer Hunde auf 200.000 geschätzt.
Ein Beispiel, wie diese Hölle aussehen kann, erleben die Tiere und Tierschützer der Stadt Beykoz seit über einem Jahr.
Ein Tierheim, in dem ca. 2000 Hunde gut versorgt und untergebracht waren, wurde von heute auf morgen von dem zuständigen Bürgermeister in ein Tötungslager umgewandelt.
Heute leben dort noch ca. 100 Tiere .
Siehe hierzu:
diekillervonbeykoz.wordpress.com
Tourismus und Tierquälerei
Allein in der touristischen Hochburg Antalya fand im Mai 2008, getarnt mit einem angeblichen Tollwutfall, ein unglaubliches Massaker an 5500 Hunden statt.
Diese wurden allesamt erschlagen,vergiftet, getötet, um dann in Massengräbern verscharrt zu werden.
Die Bestimmungen in Tollwutfällen besagen aber, dass die Kadaver bei einem Tollwutfall verbrannt werden müssen, bzw. die Gräber mit Kalkschichten ausgelegt werden müssen, um eine Verseuchung des Grundwassers auszuschließen.
Nichts davon ist passiert, auch wurde keiner der landwirtschaftlichen Betriebe in dieser Region unter Quarantäne gestellt.
Der einzige Fehler dieser Tiere war – in einer Touristenhochburg geboren zu sein.
15 Millionen Euro
Ein weiterer Skandal in dieser Sache ist die Tatsache, dass die Europäische Union im Jahr 2005 15 Millionen Euro der Türkei für Tollwutprävention zur Verfügung stellt hat – wo unsere Hunde sind, wissen wir ,verscharrt zu Tausenden in Massengräbern – wo die 15 Millionen geblieben sind, weiß keiner !!
In einem Brief von PETA wurde um Aufklärung gebeten. Hierfür wurde in Ankara eigens eine Kommission eingerichtet – bis heute kam keine Antwort oder Stellungnahme aus Ankara, wo dieses Geld nun geblieben ist.
Da die Türkei einem hohen Seuchenstatus unterliegt, müssen Tiere, die in ein EU Land gebracht werden sollen, einen Tollwutnachweis erbringen, der durch ein EU Labor durchgeführt werden muss.
Auch müssen diese Tiere eine Quarantänezeit von 5 Monaten im Land verbringen, bevor sie ausreisen dürfen.
Dieser Tollwutnachweistest und die Dauer der Quarantäne bedeuten zusätzliche Kosten, für die im Grunde kaum Gelder vorhanden sind.
Unsere Ziele
Unsere Ziele sind daher:
- Unterstützung der staatlichen Tierheime
- staatliche Kastrationsprogramme
- Umsetzung des geltenden Tierschutzgesetzes
- Anwendung von strafrechtlichen Konsequenzen bei Misshandlungen und Sodomie
- Arbeitserlaubnis für Tierärzte aus der gesamten EU
- Schaffung des Berufsbildes „Tierpfleger/in sowie Hundetrainer"
- Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung
Unser Motto „ Yes, we can !!!“
Bericht und Bilder von
Silvia Greene
http://www.care-4-life.de/







