Sirius-Shelter/Zypern
Noch bis vor etwa 3 Jahren gab es in Limassol und Umgebung kein einziges Tierheim. Nur sogenannte Municipality Pounds : Das sind Auffangstationen der Gemeinden, in denen die Hunde unter schlimmsten bedingungen ca. 10-14 Tage verwahrt werden, um dann, wenn niemand Besitzansprüche anmeldet, eingeschläfert zu werden ! Und dass sich jemand meldet, ist leider die absolute Ausnahme.
Daher wurde durch eine private Tierschutzintitiative das o.g. Sirius Shelter gegründet, die beschriebene und völlig leere Halle angemietet und die ersten Hunde aufgenommen.
Seit dieser Zeit konnten aus purem Geldmangel und fehlender Unterstützung nur die paar gezeigten Verschläge und ein paar ebenso erbärmliche Außengehege gebaut angelegt werden.
Jeder Euro wird für Futter und Tierarztkosten eingesetzt, denn es wird nur in aussichtslosen Fällen eingeschläfert.
Wie deutlich zu sehen, fehlt es an allem !
Nur ein Wasserschlauch und ein paar Eimer und Besen und nicht einmal eine Toilette für die Helfer.
Aus Mangel an Hilfskräften werden die Hunde im Wechsel nur von 1-2 Tierschützern versorgt. Gereinigt wird dabei so gut es eben geht und es gibt nicht einmal irgendwelche Abflussrinnen.
Alles muss vom rauen Zementboden aufgekehrt und entsorgt und dann der Boden geschrubbt und gereinigt werden, was bei dem Untergrund schon eine wahre Knochenarbeit ist. Der Gestank, gerade in den Sommermonaten, ist schon für Menschen unerträglich.
Zuerst durch die Exkremente und danach durch die Desinfektionsmittel. Nach einer halben Stunde haben die Menschen schon Kopfschmerzen und müssen an die Luft. Wie grausam für die Schnuffies, die nicht ausweichen können, ausser, dass sie im Wechsel auch einmal in die Aussengehege kommen.
Was die Tierschützer dort täglich unter widrigsten Umständen leisten, kann gar nicht hoch genug geschätzt werden. Das ist eine der schönen Seiten im Tierschutz, das man Menschen kennenlernen darf, die nicht viel reden, sondern einfach selbstlos helfen und den Hunden in Not beistehen, so gut es eben geht.
Das Tierheim Sirius ist restlos überfüllt und dringend auf Spenden angewiesen. Es kommt hier auf Zypern relativ oft vor, dass z.B. ein Cyprus Poodle Züchter sich entschliesst seine Zucht zu schliessen und dann mit 20 Pudeln vor der Türe steht...
Oder all die Engländer, die im Moment aus finanziellen Gründen die Insel verlassen, liefern ihre Haushunde, die meist seit Geburt bei ihnen gelebt haben, an diesem schrecklichen Ort ab. Gerade für solche Tiere ist es ein Elend und oft stirbt einer dieser Hunde an gebrochenem Herzen, weil er einfach nicht verstehen kann, wieso er an diesem Ort sein muss und sein Herrchen vermisst.
Gerade gestern fanden wir wieder einen dieser schrecklichen Plätze, wo zypriotische „Jäger“ ihre Hunde aufbewahren : 22 Jagdhunde auf engstem Raum. Der Besitzer sitzt im Gefängnis wegen Beihilfe zum Mord. Seine Hunde wären elendiglich verhungert und verdurstet, wenn wir sie nicht durch Zufall gefunden hätten.
Ein Hund war bereits tot...
Die Tiere sind krank, mit Tausenden von Zecken übersät. Vor zwei Tagen fanden wir wieder einen toten Hund, konnten ihn aber nicht herausholen, weil die ganze Meute die „Beute“ verteidigt hat... Gestern war von dem Tier nichts mehr zu sehen.
Wir konnten einen sterbenden Hund aus dem Zwinger herausholen und ihn notdürftig verarzten... wir haben ihn Schröder getauft und versuchen ihn durchzubringen, aber grosse Hoffnung besteht nicht... Was sollen wir tun.
Alle diese kranken Hunde nehmen und ins Tierheim bringen... wäre viel zu gefährlich, da sie unter ansteckenden Krankheiten leiden.
Den „Jäger“ anzeigen... würde bedeuten, dass wir in kürzester Zeit die zypriotische Mafia auf dem Hals hätten und unsere Hunde tot wären...
Was wir hier tagtäglich erleben, lässt uns verzweifeln und oft genug ist die Lage aussichtslos. Nur dank der Unterstützung von tierlieben Menschen und unseren Erfolgen, die wir verzeichnen können, sind wir fähig, weiter zu arbeiten und durchzuhalten.
Jeder vermittelte Hund, jedes Foto das uns von den neuen Besitzern geschickt wird und zeigt, wie glücklich dieser Hund jetzt ist... ist für uns ein Antrieb. Für unsere Arbeit brauchen wir dringend Spenden, um das Sirius Tierheim weiterhin unterstützen zu können.
Die Menschen die dort arbeiten machen alles, damit es den Tieren gut geht. Der Ort mag schrecklich sein, aber er bietet vielen Hunden Zuflucht und Schutz!
Nur dank Spenden können wir diesen Ort besser gestalten...
Unsere Kontaktdaten :
Emailadresse: s.vonbueren(phu)surfeu.ch
Bankverbindung (bitte Verwendungszweck *Projekt Sirius* angeben):
Nord - Ostsee Sparkasse
Konto: Zypernhunde e.V. Kt. Nr. 130 15 192
BLZ: 217 500 00
IBAN: DE11217500000013015192
BIC: NOLADE21NOS







