Rumänien
Rumänien ist eine Republik in Europa.
Mit einer Bevölkerungsdichte von ca. 21 Mio hat Rumänien im EU Vergleich ist das als unterdurchschnittlich zu bewerten.
In Bezug auf die einzelnen Landesteile verteilt sich die Bevölkerung jedoch relativ ungleichmäßig. Ballungsgebiete sind die Hauptstadt und die umliegenden Regionen. Rumänien ist in der NATO (29.3.2004) und EU Mitglied seit dem 1.1.2007.
Das Land ist vielfältig, es gibt Ebenen, das Hochland und die Gebirge.
Die Bevölkerung ist meist arm, ein durchschnittlicher Bürger verdient keine 500 Euro im Monat.
In Rumänien leben auch etliche Randgruppen, die größten sind Ungarn und Roma. Wobei man erwähnen muß, das die Roma am schlechtesten von Allen dastehen. Sie haben keinen bestimmten Bereich Rumäniens besiedelt, man begegnet ihnen überall im Land.
Sie werden nirgends geachtet.
Die Mentalität der Rumänen
Rumänien ist arm, es gibt eine Klassengesellschaft und viele haben nicht mal genug, um satt zu werden.
Es fehlt an Allem.
Heile, warme Kleidung im Winter, ein Dach, das den Regen abhält und die alltäglichen Dinge.
Wer denkt da an einen Hund, eine Katze, ein Pferd? Das eigene Leid ist oft groß, da bleibt wenig Raum für Tierschutzgedanken.
Der Bildungsstand ist in den allermeisten Fällen gering.
Es ist lange nicht gegeben, dass jedes Kind zur Schule geht.
Geld regiert die Welt! Auch in Rumänien.
In den Dörfern und abseits gelegenen Regionen, sind die Tiere Dienstleister am Menschen.
Ohne Würde, ohne Chance zu entkommen.
Sicher sind, wie überall in der Welt, nicht alle Menschen gleich.
Doch wie kann eine Mehrheit an selbständig denkenden, fühlenden Menschen wegsehen, anhand solche Bilder und Taten, die sich täglich!! mehrfach!!! im ganzen Land!! abspielen!!
Dieses Land braucht Bildung und Hilfestellung für die kommenden Generationen, die EU Zugehörigkeit sollte nun endlich einmal ernstgenommen werden.
Den Worten sollten Taten folgen, damit sich ein Umdenken entwickeln kann.
Tierschutz in Rumänien
Es gibt ein gültiges Tierschutzgesetz in Rumänien.
Wichtiges in Kürze:
Rumänien ratifizierte am 06.08.2004 das Europäische Übereinkommen zum Schutz von Heimtieren, das am 01.03.2005 in Kraft trat.
Das rumänische Tierschutzgesetz Nr. 205 datiert vom 26.05.2004 reguliert u.a. die nötigen Maßnahmen zur Absicherung der Lebensbedingungen und Wohlbefinden der Tiere mit, oder ohne Halter. Den Haltern ist es untersagt, die Tiere zu misshandeln, wie z.B. schlagen, quälen oder andere Taten der Art.
Am 17.12.2007 wurde über eine sofortige Verbesserung des Tierschutzgesetzes Nr. 205 abgestimmt und von der rumänischen Abgeordnetenkammer verabschiedet. In diesem Gesetz Nr. 9/2008 steht, dass es verboten ist, Hunde, Katzen und andere Tiere zu euthanasieren, ausser, wenn sie unheilbar krank sind.
Ein weiteres Gesetz, das Gesetz Nr. 227, das sich auf die Kastration und Rückführung der Hunde in ihr früheres Territorium bezieht (Streunergesetz) ist bereits vom Plenum des Senats akzeptiert worden.
Die ANSVSA als Behörde für Veterinärwesen und nationale Behörde für Lebensmittelsicherheit ist verantwortlich für die Überwachung und Umsetzung dieser Gesetze.
Darin steht demnach eindeutig, dass es nicht erlaubt ist gesunde Hunde zu töten, sondern, dass die Streunerhunde kastriert werden, eine Kennzeichnung (Marke im Ohr) erhalten und dann einer ungewissen Zukunft entgegen sehen. Denn nirgends ist geregelt, was nach der Kastration mit den Hunden geschehen soll.
Eine Population sollte so innerhalb von 10 Jahren in den Griff zu bekommen sein.
Darin steht eindeutig, dass es nicht erlaubt ist Tiere zu mißhandeln.
Und es steht etwas von Euthanasie. Einschläfern. Schmerzfrei und schnell. Mit der Spritze. Nur unheilbar kranke Tiere.
Leider gibt es dieses Gesetz nur auf dem Papier.
Der tatsächliche Tierschutz sieht anders aus.
Betäubte Hunde werden in Schlingen abtransportiert und, bereits wehrlos, weiteren Qualen und Schmerzen ausgesetzt.
Auch vor Hunden mit Ohrmarken macht man keinen Halt. Man tötet sie ebenfalls, ungeachtet das ein TSG das verbietet.
Zu Euthanasieren wäre viel zu teuer.
Tiere sterben auch ohne das Medikament, das ihnen gespritzt wird. Es dauert nur etwas länger. Doch die Zeit kann man ja abwarten.
Zu behaupten, dass Tiere in diesem Land keine Lobby haben, ist noch untertrieben! Das Tierschutzgesetz bietet keinen Schutz, dient vermutlich allen Anderen, nur nicht den Tieren.
Fangen,Einsperren und Töten, das Schicksal der Strassenhunde
Tötungen, Vernichtungskampagnen geschehen häufig in der Nacht durch kommunale Arbeitnehmer, oder durch private Auftragnehmer der Kommunen.
Oft in sogenannten Sheltern (Tierheimen- die aber keine sind!), zu denen der Öffentlichkeit der Zutritt verwehrt wird.
Bis 2008 wurden Hunderttausende von Hunden in ganz Rumänien zu einem Preis von 10 Millionen € getötet, trotz bestehender Gesetze!
Die meisten Hunde wurden gejagt, gefoltert, zu Tode geprügelt, erstochen, erdrosselt, blutend durch die Straßen gezogen und wie Müll behandelt. Die Fangmethoden sind grausam.
Die Hälse werden durch die Fangschlingen zu einer blutigen Wunde aufgerissen, sie werden stranguliert, oder sie ersticken qualvoll in unbelüfteten Lieferwagen.
Diejenigen, die die Todesjagd überleben, erleiden ein gemeinsames Schicksal: ein erbärmliches und elendes Gefängnis ( Shelter ) ohne Wasser, ohne Futter, wartend auf den Tod. Sie sind bald erschöpft vor Angst, Hunger und Durst.
Welpen sitzen zusammengepfercht mit erwachsenen Hunden, Kranke zusammen mit Gesunden, in Urin und Kot. Ohne Schutzhütten, obwohl diese öffentlich finanziert werden.
Nach sieben Tagen werden sie getötet.
Natürlich durch die billigste Methode.
Obwohl diese Tötungsverfahren illegal sind finden die Hunde den Tod durch Hunger, Gift, Strangulation. Manche Hunde werden bei lebendigem Leibe verbrannt oder in tiefe Gruben geworfen, aus denen es kein Entkommen gibt. Eine weitere brutale Methode ist die Injektion mit Magnesiumsulfat.
Obwohl der Öffentlichkeit gesetzlich der Zugang zu den Sheltern erlaubt ist, wird dieser in der Regel verweigert.
Die meisten öffentlich finanzierten Shelter wurden zu illegalen Vernichtungslagern mit ungeübtem, schlecht ausgebildetem, unterbezahlten und brutalem Personal.
Die zur Verfügung stehenden Gelder werden in der Regel nicht für die Hunde benutzt. Hier sind die Hunde das schwächste Glied ganz am Ende der Kette, und das bezahlen jeden Tag rumänienweit unzählige Hunde mit ihrem Leben!
Beispiele
Im April 2009 wurden unweit von Brasov entfernten Gemeinden Hunde vom Tierordnungsdienst Brasov systematisch gejagt, betäubt, auf Transporter geworfen und mehr tot als lebendig in die Tötungsstation nach Brasov gebracht.
Dort werden die Tiere nach 14 Tagen getötet.
April 2009 Hundemassaker in Onesti, Hunde bestattet auf dem Wochenmarkt!
September 2008:Strafantrag gegen Dogcatcher eingestellt, da Hund nicht nachweislich vergiftet war.
Verantwortlich
Die Regierung sorgte ja für ein Tierschutzgesetz.
Alle Hunde die geimpft sind, dürfen ins Shelter, werden kastriert und sollen dann wieder an den Ort gebracht werden, an dem sie gefunden wurden.
Keiner der Strassenhunde führt sein Impfbuch mit sich.
Und was passiert mit den nicht geimpften Hunden?
Wer bestimmt das?
Kann der Dogcatcher das am Glanz der Augen feststellen?
Das ganze scheint wie ein einziges Komplott – gegen die Tiere.
Man will sie schützen, aber nur zum Schein und auch nur, wenn sie geimpft sind.
Ein anderes Beispiel:
Kastration!
Sicher ist es gut, wenn eine Hündin kastriert wird, bevor sie das TH verläßt, doch wenn die Hündin gerade 3 Wochen alte Welpen bei sich hat, ist es wirklich nicht vertretbar sie kastrieren zu lassen.
Eine ungünstigeren Augenblick kann man wohl kaum finden. Doch das rumänische Gesetz schreibt eben vor, dass die Hunde nur kastriert aus dem TH dürfen.
Daher wird kastriert, egal wie, egal wann, egal wohin die Hündin danach gehen muß. Entzündungen und Krankheiten sind vorprogrammiert.
Das Tierschutzgesetz muß überarbeitet werden, der Wahnsinn muß aufhören, damit man keine Welpen mehr kastriert, die dann lebenslänglich Entwicklungsstörungen mit sich herum tragen.
Damit Hündinnen sich nach der Trächtigkeit erholen können, damit Verstümmelungen gar nicht erst stattfinden und damit Peiniger und Tierschänder zu harten Strafen verurteilt werden.
Die berühmte Marke im Ohr, das Zeichen für „kastriert“ muß Schutz bieten für die freilebenden Hunde!
Wer trägt die Verantwortung dafür, dass die Hunde mit Knopf im Ohr getötet werden, obwohl sie kastriert sind?
Wer trägt die Verantwortung dafür, dass Welpen geschlechtslos leben müssen, weil man ihnen mit gerade mal ein paar Wochen die Geschlechtsorgane amputiert?
Wer trägt die Verantwortung für das ganze Leid, das Tag für Tag stattfindet. Das sich Tag für Tag wiederholt.
Analyse
Jeder profitiert von diesem „Geschäftszweig“.
Das Töten und die Inhaftierung der Hunde ist sinnlos und nicht endend. Die rumänischen Behörden werden nichts erreichen, solange sie nur die Symptome, nicht aber die Ursache bekämpfen.
Die mangelnde Motivation der zuständigen Behörden( DSVSA und ANSVSA ), verhindern, dass Grausamkeiten gegen Tiere gestoppt und geahndet werden. Es werden riesige Gewinne aus der Tötung von Hunden und dem „Strassenhund Geschäft“ erwirtschaftet.
Dogcatcher zu sein, ist ein sicherer Beruf. Catch & Kill hat Konjunktur, ebenso wie Korruption, die blühenden Zeiten entgegen sieht. Das wird sich nicht ändern, wenn die zuständigen und verantwortlichen Behörden nicht endlich beginnen einzugreifen, aufklären und die Verantwortung übernehmen.
Es braucht Aufklärung in Schulen, ein nationales Programm sollte sofort erarbeitet und erstellt werden, damit künftige Generationen lernen wie man mit Haustieren umgeht, welche Grundbedürfnisse ein Lebewesen hat.
Damit künftige Generationen dieses sinnlose Leid verhindern und vernünftigere Lösungen ansteuern, als z.B.Frühkastrationen bei Welpen.
Was muss sich ändern?
• Überarbeitung und Neufassung des Tierschutzgesetzes!
• Einhaltung und Beachtung des neu verfassten TSG!
• Keine Tötungen mehr!
• Keine Gifte, Schlingen, Quälereien jeder Art!
• Angemessene Strafen für Tierquäler!!!
• Aufklärung von artgerechter Haltung und Zusammenleben mit Haustieren!
• Vertretbare Kastrationsprogramme!
• Öffentlichkeitsarbeit!
Warum dieses Projekt?
Sie haben jetzt viel über Rumänien gelesen, ein paar Bilder gesehen und wir hoffen sehr, dass wir Sie für dieses Vorhaben gewinnen konnten.
Uns wurden für dieses Projekt Fotos von einer rumänischen Tierschützerin Andreea A., IGFM Pfalz und von Equiwent Hilfe e.V. zur Verfügung gestellt. Diese unterliegen dem Copyright. Ohne ihre Genehmigung, dürfen diese NICHT weiter im Internet veröffentlicht werden.
Jeder der von dieser Not und dem andauernden, sich täglich wiederholendem Elend weiß, wird die Augen nicht mehr verschließen können.
Daher müssen wir das Unrecht in die Welt tragen, aufmerksam machen, aufklären und bilden, damit immer mehr Menschen hinsehen, damit die Verantwortlichen endlich anfangen zu handeln!
Es gibt eine winzige Chance dort anzufangen, im Kleinen etwas zu verändern. Diese Chance möchten wir nutzen und uns anschließen an eine Minderheit in Rumänien, die den Tieren Hilfe gewährt und für ein artgerechtes und lebenswertes Dasein kämpft.
Jetzt erst recht!
Bericht von
Karin Held
Christine Hartung-Czaja






















