Prinzessin Maja von Hohenzollern
Prinzessin Maja von Hohenzollern, Moderatorin, Unternehmerin und Autorin setzt sich seit Jahren weltweit für unterschiedliche Hilfsprojekte ein.
Die große Tierfreundin konnte sie nicht untätig zusehen, als sie durch den ETN (Europäischen Tier und Naturschutzbund) von den Missständen in Brasov erfuhr.
Sie wurde zur Botschafterin für die Tiere und kämpfte mit anderen Tierschützern erfolgreich für die Beendigung der Hundemassaker in Brasov.
Prinzessin Maja von Hohenzollern lebt schon seit Jahren mit vielen Tieren aus dem Tierschutz zusammen ( im Moment neun Hunde, vier Katzen und zwei Kaninchen)und unterstützt aktiv die Arbeit der Tierschützer.
Interview
PHE: Sie setzen sich aktiv für den Tierschutz in Rumänien ein. Weshalb gerade dieses Land? Wie wurden Sie auf die Missstände dort aufmerksam?
Maja von Hohenzollern: Da in diesem Land seit dem Jahr 2004 ca.10 Mio. Hunde auf bestialische Art und Weise ermordet wurden.
Allein in der Stadt Brasov wurden bis zu meinem Besuch 300 Hunde pro Tag auf grausamte Weise getötet, in dem man Ihnen wahlweise mit dem Spaten den Schädel einschlug oder sie mit dem Nervengift T61 totspritzte.
Aufmerksam wurde ich durch die Situation durch den ETN e.V. und durch Cristina Lapis (Präsidentin Tierheim "Millions of Friends"), die dort vor Ort einen verzweifelten Kampf führt.
PHE: Wie hat man , gerade von politischer Seite, in Rumänien auf Ihren Einsatz reagiert?
Maja von Hohenzollern: Der für die grausame Ermordung der Tiere verantwortliche Bürgermeister Georg Sciparu hat sich vor einem Termin mit mir feige gedrückt.
Anstelle dessen schickte er seinen Stellvertreter Adrian Gabor vor, dem es sichtlich unangenehm war ein Gespräch über dieses Thema zu führen, dennoch konnten wir in dem Gespräch folgende Zusagen von ihm abringen:
-Brasov lässt sich keine Hunde aus umliegenden Gemeinden zur Tötung zuliefern
-Brasov stoppt das Töten der Straßenhunde
-Die Stadt Brasov willigt in ein sofortiges Kastrationsprogramm mit dem ETN ein
-Die Stadt Brasov gewährt Tierschützern jederzeit freien Eintritt in dieTötungsstationen
Diese Vereinbarung wurde bereits von allen Beteiligten unterzeichnet und liegt derzeit zur Unterschrift bei der Stadt Brasov zur Unterschrift vor.
PHE: Sie sind eine viel beschäftigte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Was bedeutet Ihnen die Tierschutzarbeit?
Maja von Hohenzollern: Tiere sind die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft und sie brauchen jemanden der eine Stimme für sie erhebt und der für ihre Bedürfnisse und Rechte eintritt.
Tiere zu retten ist für mich eine Lebensaufgabe, die einen in tiefste menschliche Abgründe blicken lässt und einen auch in größte Erfüllung und größtes Glück versetzt wenn man ein Tier retten konnte.
Jede Seele zählt.
Ich wünschte mir dennoch, dass Tierrettung an sich nicht nötig wäre und wir langfristig in den Köpfen der Menschen etwas positives verändern können.
PHE: Im Januar 2009 wurde von drei engagierten EU Parlamentariern eine Erklärung zur Abstimmung ins EU Parlament eingebracht, die das Ziel hatte, ein europäisches Tierschutzgesetz zu etablieren.
Es fehlten genau 99 Stimmen zur Verabschiedung.
Wie erklären Sie sich im 21. Jahrhundert diese Ignoranz ?
Maja von Hohenzollern: Es gibt nach wie vor sehr viele Menschen, denen jegliche Form von Empathie und der Bezug zu Tieren generell fehlt und Tiere nur als Sache betrachten.
Dass das Misshandeln eines Tieres lediglich eine Ordnungswidrigkeit darstellt, das Befreien eines solchen Tieres jedoch eine Straftat darstellt, zeigt wie eklatant sich unsere Werte in Schieflage befinden.
Wer die Tiere nicht liebt, liebt die Menschen auch nicht.
Den 99 Politikern, die ihre Stimme zum Schutz der Tiere nicht erteilt haben, sei folgendes gesagt:
"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran bemessen, wie sie mit ihren Tieren umgeht" (Mahatma Gandhi)
PHE: Wenn Sie die Bedeutung, die Tiere für Sie haben unter ein Motto stellen sollten, welches wäre das?
Maja von Hohenzollern: "Die Liebe zu Tieren und die Liebe von Tieren zum Menschen ist von einer Reinheit und Schönheit die ihres gleichen sucht. Jeder Tag mit einem Tier ist eine Bereicherung für mein Leben".
PHE: Planen Sie zur Zeit noch weitere Tierschutzprojekte?
Maja von Hohenzollern: Ich arbeite sehr eng zusammen mit dem ETN, mit dem wir europaweit das Töten von Tieren bekämpfen.
Wir planen derzeit ein Treffen mit der Inselregierung auf Teneriffa, um das Galgo-Töten zu beenden und wir werden wieder nach Rumänien kommen, um die Situation vor Ort weiter zu beobachten.
Unter www.etn-ev.de kann man den Film zu unserer Rumänien-Reise sehen.
PHE: Wir danke Ihnen sehr für die Beantwortung der Fragen, auch wenn unsere Tierschutzarbeit nur in kleinen Schritten zum Erfolg führt, so haben wir doch das gleiche Ziel.
Britta Berkenfeld






