Nina Eichinger
Nina Eichinger ist die Tochter des Filmproduzenten Bernd Eichinger.
Sie besuchte von 1988-2000 die Munich International School, Starnberg und schloss mit dem International Baccalaureate ab.
2001 schloss sie einen Intensivschauspielkurs sowie ein Kameratraining an der Hollywood Acting in Los Angeles ab. Im gleichen Jahr war sie mit der Co-Moderation des Gastro Awards Deutschland in München beauftragt.
Frau Eichinger studierte von 2002 bis 2003 Umweltwissenschaften mit Nebenfach Kommunikationswissenschaften an der University of San Diego, Kalifornien.
2003 bis 2005 führte sie dieses Studium am Franklin College Switzerland in Lugano fort und schloss mit dem Bachelor of Arts ab, mit der Spezialisierung auf Journalismus und Umweltwissenschaften.
Interview
PHE: Frau Eichinger, sie sind eine bekannte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Durch Ihre Arbeit sind Sie häufig unterwegs, bleibt da noch Zeit für private Interessen?
Nina Eichinger: Ja auf jeden Fall, ich glaube die Zeit muss und sollte man sich immer nehmen! Das ist mir persönlich sehr wichtig, da tankt man ja seine ganze Energie.
PHE: Sie sind für Ihre Tierliebe bekannt. Sie sind stolze Hundebesitzerin, was gefällt Ihnen besonders am Verhältnis Mensch – Hund?
In wie weit engagieren Sie sich persönlich für den Tierschutz?
Nina Eichinger: Ohne meine Hündin kann und will ich mir das Leben gar nicht mehr vorstellen. Ich glaube egal ob Hund, Katze oder Meerschweinchen, es ist immer toll eine persönliche Beziehung zu einem Tier zu haben.
Bei einem Hund hat man jedoch den Vorteil, dass man "zusammen durch dick und dünn" gehen kann.
Denn man kann ihn oder sie eben fast immer und überall mitnehmen. Man treibt zusammen Sport, fährt in Urlaub etc.
Da entsteht dann solch eine sehr tiefe Bindung.
Ich finde es wichtig das man sich offen mit Themen wie Tierschutz auseinander setzt.
Kein Tier hat es verdient zu leiden und da wir die "stärkeren" oder "mächtigeren" sind, haben wir die Verantwortung das auch einzuhalten.
Ich persönlich bin bei zwei Vereinen Mitglied und würde mich gern auch noch mehr engagieren.
PHE: Ein großes Problem, mit dem jeder Verein zu kämpfen hat, der sich um ausländische Tiere kümmert, ist die Ansicht „ unsere Tierheime sind doch voll genug, wozu dann noch Tiere aus dem Ausland holen“. Wie stehen Sie dazu?
Nina Eichinger: Das ist eine verzwickte Situation.
Natürlich haben wir in Deutschland mehr als genug Hunde die ein neues Zuhause brauchen.
Deswegen ist es natürlich fast unfair denen jetzt noch größere Konkurrenz durch Hunde aus dem Ausland zu machen.
Andererseits ist mir bewusst, dass die armen Tiere im Ausland nichts dafür können.
Und man kann sich ja nicht einfach abwenden, nur weil daheim das Elend auch groß ist.
PHE: Innerhalb der europäischen Tierschutzarbeit treffen wir immer wieder auf kuragierte Privatpersonen, die sich weder durch politische noch durch existenzielle Widrigkeiten von ihrer Hilfsbereitschaft abbringen lassen.
Kennen Sie solche hilfsbereiten Menschen aus eigener Erfahrung?
Frau Eichinger: Ich kenne ein sehr nettes Ehepaar, die immer wieder Wildtiere bei sich aufpäppeln.
Ob das jetzt Baby-Eichhörnchen sind, die im 2-Stunden Takt gefüttert werden müssen, oder Mader-Junge, wegen denen sie mit den örtlichen Jägern Ärger kriegen. Sie opfern sich immer wieder auf.
Das finde ich großartig!
PHE: Tierschutz wird in vielen Ländern oft vom Unverständnis der verantwortlichen Politiker begleitet, so gehen häufig die Meinungen beim Thema Tötungsstationen weit auseinander.
Viele Gemeinden im europäischen Ausland versuchen sich der immer größeren Flut an herrenlosen Tieren zu entledigen, in dem sie junge, gesunde Tiere nach einer kurzer „Wartezeit“ töten.
Wenn Sie entscheiden könnten, was wäre dann zu tun?
Frau Eichinger: Das kann eigentlich auf gar keinen Fall die Lösung sein. Doch wenn man oft die schrecklich engen und dreckigen Behausungen sieht, versteht man auch das da nicht nochmal zehn Hunde mehr leben können. Ich glaube aber, dass das Problem am Schopf gepackt werden muss.
Deswegen halte ich sehr viel von den Kastrations- bzw. Sterilisationsprogrammen, die viele Tierschützer in diesen Ländern durchführen. Dann kommt es hoffentlich gar nicht soweit.
PHE: Wenn Sie heute den Tierschutz unter ein persönliches Motto stellen könnten, welches wäre das?
Frau Eichinger: Nobody said it would be easy, but it will be worth it!
PHE: Sie waren so nett, diese Fragen zu beantworten. Haben Sie schon vorher von der Pfotenhilfe-Ungarn oder der Pfotenhilfe-Europa gehört?
Nina Eichinger: Ehrlich gesagt, Nein. Inzwischen gibt es ja zum Glück sehr viele Organisationen. Aber ich werde mich gleich mal richtig einlesen:)
Britta Berkenfeld




