Günther Bloch
Günther Bloch beobachtet seit Jahren das Verhalten von Wölfen und Hunden. Er veröffentlichte mehrere Bücher, das letzte,der "Der Pizza-Hund" , erschienen 2007.
1977 gründete er die "Hundefarm" in der Eifel.
1991 entstand in Zusammenarbeit mit Erik Ziemen und Elli H. Radinger die "Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V."
Am 8.Mai 2005 startete er mit seinen Mitarbeitern das drei Jahre andauernde Projekt "Tuscany Dog Project " in Italien, welches Verhaltensbeobachtungen von verwilderten Haushundegruppen beinhaltet.
Dieses Interview fand telefonisch statt.
Interview
PHE: Herr Bloch, sie sind schon seit 18 Jahren im Rahmen ihrer Studien an Wölfen unterwegs und haben sich bei den Recherchen für ihr Buch “ Die Pizza –Hunde“, drei Jahre mit verwilderten Haushunden beschäftigt.
Woran liegt es Ihrer Meinung nach, das die Tiere, speziell die Hunde in den verschiedensten Ländern häufig gequält werden und keine Lobby haben?
Günther Bloch: Da muss ich unterbrechen, das stimmt nicht so pauschal.
Da gibt es sicherlich einige Menschen, die Tiere quälen, aber es gibt auch genug andere, die sehen das vollkommen gelassen.
Bei uns in Italien haben wir einen Fragenkatalog erstellt und Leute interviewt, was sie davon halten, das irgendwelche, verwilderten Haushunde im Wald herumrennen.
Da gab es die strikten Gegner, die dafür plädierten die Hunde abzuschießen, aber es gab auch genau das Gegenteil, nämlich Menschen die das Klasse fanden und die der Ansicht waren, man sollte die Hunde einfach in Ruhe lassen.
Und dann war ich ja auch noch in anderen Ländern unterwegs, 1993 in Slowenien, Südpolen und an der rumänischen Grenze, da liefen Dorfhunde auf dem Marktplatz umher und die Leute hatten eine durchaus positive Einstellung dazu.
Denn die Dörfer lagen oft recht einsam und die Hunde warnten die Menschen, falls Fremde ins Dorf kamen.
Kein Mensch hat sich dort negativ gegen die Hunde geäußert.
Dies passiert meistens nur dann, wenn zu viele oder angeblich zu viele Hunde auf einmal auftreten oder wenn es, wie die Horrorgeschichte vor zwei Jahren in Griechenland , bei einem anstehenden offiziellen Ereignis plötzlich zu großen „ Säuberungsaktionen“ kommt, und die Hunde die immer da waren, passen plötzlich nicht mehr ins Bild und müssen dann sofort verschwinden.
Aus Imagegründen.
Es ist mir wichtig nochmals zu betonen, das es absolut widerliche Sachen gibt, in der Behandlung von Tieren, das man jedoch nicht pauschalisieren sollte, denn es gibt auch viele andere, die es durchaus positiv sehen.
Alles hab ich schon erlebt.
PHE: Wie könnte man denn der Problematik begegnen, das trotzdem viele Menschen die Tiere quälen?
Statt die Tiere ins Tierheim zu geben, werden sie erhängt oder anderweitig gefoltert.
Günther Bloch: Ja, ja, ich weiß.
Aber jetzt sind wir z.T. bei ganz bestimmten Berufsgruppen, wie bei uns in Deutschland beispielsweise auch, dafür brauchen wir nicht in den Süden fahren. Nehmen wir nur die Jägerschaft, wenn dort ein Hund nicht die Leistung bringt, für die er ausgebildet wurde, heißt es sofort, der Hund hat keinen Charakter und weg damit.
Wogegen ich mich deutlich wehre, ich habe selbst drei Jahre in Italien gelebt und auch in anderen Ländern, ist immer das pauschale „ Im Süden ist alles schlecht, und wir sind alle Lieb“.
Das ist mit mir nicht zu machen.
Nennen wir den deutschen Jäger oder auch die Bauern, um in Deutschland zu bleiben.
Ich könnte ganz schnell mal in die Südeifel fahren, und dann würden sie da Kettenkunde an den Bauernhöfen sehen.
Die gibt es.
Und auch, wenn das nicht mehr erlaubt ist, gibt es sie weiterhin. Und die Bauern haben auch die Einstellung danach.
Der Hund kriegt etwas zu fressen und soll bellen, wenn was kommt. Ein weiteres Beispiel haben wir in Deutschland im Sportbereich.
Auch da gibt es einzelne Beispiele aus dem Schutzhundebereich.
Wenn die Hunde die Prüfung nicht bestehen, die sind nichts, die haben keinen Charakter, die sind nicht triebig, also weg damit.
Also solche Negativbeispiele haben wir auch. Und im Süden, da gebe ich Ihnen recht, haben wir die auch.
In Spanien / Portugal z.B. erhängen Jäger ihre Hunde, die nicht funktionieren, das machen die allerdings mit anderen Wildtieren auch.
Also wenn man das sieht, wie die mit Wölfen, Bären ect umgehen und diese Tiere jagen und töten, das geschieht auf grausamste Art und Weise.
Und das ist meiner Meinung nach das Konkurrenzdenken des Menschen.
Alles was mir nicht hilft und mir keine finanziellen Vorteile bringt, das ist auch nichts.
Das ist erst einmal so eine generelle Einstellung, die man ja sehr häufig trifft. Und deswegen würde ich zunächst einmal sagen, das ist zum einen purer Egoismus des Menschen.
Zum anderen aber auch ,der Versuch die Kontrolle zu haben. Ich bin ja viel auf dem Land unterwegs gewesen, und habe dort auch Monate mit Schäfern in der Slowakei, in der Tatra gelebt.
Und da gibt es eben sehr viele Leute, die die Einstellung haben, wir machen hier unsere Arbeit, und das der Staat, in welcher Form auch immer, sich raushält.
Man hört immer dieselbe Begründung, “ wenn die sich rein mischen, dann machen wir das halt selber und killen die Tiere halt illegal“.
Das ist eine sehr verbreitete Meinung.
Und da sind wir auch schon bei Gesetzeslagen. Ganz egal ob im Süden, Norden, Westen oder Osten, die Leute sollen sich endlich einmal an die Gesetzeslagen halten.
PHU: So wäre es schön, und dafür tritt ja auch die Pfotenhilfe-Europa ein. Es gab eine Eingabe im EU Parlament, dessen Ziel die Verabschiedung eines neuen Tierschutzgesetzes war.
Zur Verabschiedung fehlten ganze 99 Stimmen. Da muss man sich wirklich fragen, wie konnte es dazu kommen?
Günther Bloch: Ja, da muss dringend etwas passieren.
Gerade auch hier in Deutschland.
Tierschutzmäßig waren wir ja immer schon kurz davor, bis die CDU damals nein gesagt hat, das hatten wir hier ja auch.
Und das bei uns Tiere noch immer als Sache verhandelt werden, das ist bei uns ja auch noch sehr schwammig mit den Tierschutzgesetzen und müsste viel stärker durchgesetzt werden.
Das ist gar keine Frage.
Es muss im Tierschutz noch einiges passieren, aber was wir sagen können, aus den Studien heraus, und wir haben ja im Laufe der Jahre Kontakt zu vielen Ländern gepflegt u.a. Portugal.
Am besten war für die Hunde oftmals, und das werde ich gleich noch unterscheiden, wenn sie vor Ort belassen wurden, Futterstellen eingerichtet wurden und man dann, wenn Sozialstrukturen da waren (ranghoch-rangtief) nicht kastriert sondern sterilisiert hat.
Das hatte zwei Vorteile, erstmal veränderte die Sterilisation der Ranghohen Tiere keine Sozialstruktur, die bleibt.
Die Rangniederen werden an der Reproduktion gehindert.
Und zweitens, wenn man die Tiere wegnimmt, und das war sehr oft der Fall, entsteht ein Vakuum, eine freie Fläche, die sofort neu besetzt wird.
Also wenn man die Ranghohen nicht entfernt, sondern an Ort und Stelle füttert ist das manchmal, und dies ist nicht pauschal zu sehen, der richtige Weg.
Und die Hunde dann in Ruhe lassen.
Das wurde vor 3-4 Jahren beispielsweise in der Türkei gemacht, und das hat sehr gute Erfolge gebracht.
So konnten die Bestände langsam heruntergefahren werden, auf eine relativ natürliche Art und Weise.
Denn es gibt auch negative Beispiele, wo die Hunde eingefangen, kastriert und dann in sogenannten „Tierheimen“ auf kleinstem Raum zusammengepfercht werden, die sich dann gegenseitig umbringen. Das kenn ich also auch.
Und man kann nicht einfach endlos viele Hunde in einen Auslauf reinstopfen, denn irgendwann killen die sich, weil die einfach keine Individualdistanzen mehr haben und sie haben einfach kein natürliches Leben mehr.
Es ist kompliziert, denn die Stadthunde leben wieder ganz anders, z.B. in Bukarest oder in Moskau.
Ein Freund von mir lebt in Moskau, und man geht davon aus das dort bis zu 1,1Millionen Hunde leben.
Das sind ja mal Zahlen!
Das sind dann eben die Stadtstraßenhunde, bei denen gibt es dann so ein Phänomen, die haben eben kaum große Rudelbildung mit starken hierarchischen Strukturen, sondern da können sich einzelne Hunde relativ flott anschließen.
Da wird eben nicht nur eine Hündin gedeckt, sondern da verpaaren die sich wie verrückt.
Das ist z.B. ein Unterschied zwischen Stadt und Land.
PHU: Wenn man so verfährt, und die Hunde sterilisiert, statt zu kastrieren haben wir ja gleich das nächste Problem.
Eine Sterilisation ist ja um einiges teurer, das stoßen wahrscheinlich viele Tierschutzorganisationen schnell an ihre Grenzen?
Günther Bloch: Na ja, ich bin halt ein verhaltensbiologisch denkenden Mensch, ich kann ja jetzt nicht auch noch die Finanzen für die Tierheime regeln.
Ich kann ihnen nur aus Verhaltensbiologischer Sicht sagen, was sinnvoll ist.
Mit der Kastration hat man eben häufig sehr massive Probleme, und im Übrigen ist bei einer Kastration sowieso immer die Frage, wann, welches Individuum, in welchem Alter.
Aus der Verhaltensbiologie wissen wir, dass Tiere die über Jahre hinweg aggressiv waren, nach einer Kastration noch aggressiver wurden.
Weil die meisten Leute das ja nicht wissen, wird immer mal so flott kastriert, aber das nur mal so nebenher.
Und die Frage der erhöhten Kosten für eine Sterilisation kann ich jetzt hier nicht klären, aber es müsste ja EU-weit einmal versucht werden umzusetzen.
Das könnte man jetzt nicht an einem Land festmachen. Abgesehen davon, das das hier in Deutschland ja nur so extrem geworden ist, seit der Landeshundeverordnung, das ist ja alles andere als das Gelbe vom Ei.
PHU: Sie leiten ja schon seit vielen Jahren ihre Hundefarm-Eifel, die einzige Hundeschule Deutschlands, die eine eigene Verhaltensforschung u.a. an Haushunden durchführt.
In diesem Rahmen sind Ihnen sicher schon häufig „ Auslandshunde „begegnet, die z.T schon älter waren, als sie in ihre Familien kamen.
Konnten Sie Unterschiede im Verhalten dieser Hunde zu den Hunden feststellen, die schon als Welpen in eine Familie kamen?
Und wenn ja, welche waren das?
Günther Bloch: Es gibt generell immer Unterschiede, so auch zwischen diesen Hunden, das ist gar keine Frage.
Aber das liegt in erster Linie an der Sozialisation.
Wenn Hunde hier in einer Familie aufwachsen, im Haus, dann haben die ja schon eine ganz andere Sozialisation als die Hunde, die dann eben aus dem Ausland kommen und eben keine so starke Sozialisation auf Menschen haben. Wobei es die ja auch gibt, ich nenne die beispielsweise immer „ Touristenbegleithunde“.
Ich kenne das aus Spanien, da leben immer sehr viele Hunde in der Nähe der Hotels, die haben auch Besitzer, aber die Besitzer kümmern sich nicht darum. Die können am Tag machen was sie wollen, betteln die Touristen für Würstchen und Pizza an, gehen aber abends immer wieder nach Hause.
Es gibt viele verschiedene Verhaltensmuster, aber grundsätzlich ist zu sagen, die Hunde, die im Welpenalter nicht auf Menschen sozialisiert werden, sind sie entsprechend scheu.
Bei uns in der Pension haben wir schon seit Jahren immer wieder mit diesen Hunden zu tun und man kann deutlich sagen, dass es die Tendenz des eher verträglichen Hundes gibt und dass die Hunde aus dem Süden, Osten ect. meistens leichter in Gruppen zu halten sind, als so die einen oder anderen Rassehunde.
Wobei man das auch wieder unterscheiden muss, das hat ja etwas mit Zuchtauslese zu tun.
Wenn sie Hunde 50 Jahre auf Verträglichkeit und Soziales Verhalten selektieren, konkret beispielsweise, Basset oder Beagle ist das etwas vollkommen anderes als z.B. ein Akita Inu.
Die Zuchtansprüche der Hunde sind Lichtjahre voneinander entfernt.
PHE: Jetzt sind sie ja ein Freund von großen Herdenschutzhunden.
Gerade in Ungarn, Rumänien, Polen oder Russland sind ja auch viele dieser Rassen in der Vermittlung.
Was würden sie denn Interessenten gerade dieser Rassen grundsätzlich raten?
Günther Bloch: Grundsätzlich würde ich dazu raten, die Hunde aus diesen Ländern erst einmal nicht zu nehmen, es sei denn sie wären dort von Menschen gut sozialisiert worden, was ja oft nicht der Fall ist.
Da nimmt man sich dann aus den Bergen in Italien mal eben kurz z.B. einen Maremmano( italienscher Herdenschutzhund) mit, also von solchen Sachen halte ich gar nichts, weil diese Hunde häufig dann nicht sozialisiert sind mit Menschen.
Sondern im Normalfall mit Schafen und mit Ziegen zusammenleben.
Hier vor Ort sieht das anders aus. Bei Rassen wie z.B. Kuvacs oder Pyrenäenberghund, die schon seit Jahrzehnten im Haus sozialisiert sind, ist das überhaupt kein Problem.
Voraussetzung ist allerdings, dass man immer die Grundeigenschaften von Hunden ernst nimmt.
Ein Herdenschutzhund ist Fremden gegenüber erstmal tendenziell etwas misstrauischer, und das soll er ja auch sein.
Er ist eigenständiger, sturer in seiner Grundeigenschaft, und auch das ist nicht jedermanns Sache.
Aber das gilt ja für alle Hunde.
Es gibt auch Leute, die sind mit einem Dackel überfordert.
Man sollte sich in jedem Fall vor dem Hundekauf darüber Gedanken machen, was man sich da so ins Haus holt.
PHE: Wenn sie jetzt den Tierschutz, ganz gleich ob in Bezug auf den Wolf oder den Hund unter ihr ganz persönliches Motto stellen würden, wie würde das lauten?
Günther Bloch: Mein persönliches Motto wäre erstmal, das Menschen sich meistens maßlos überschätzen.
Das fängt schon damit an, dass sie Unterschiede machen zwischen Menschen und Tieren.
Das ist mit mir auch nicht zu machen, für mich ist der Mensch ein Säugetier. Damit geht es ja schon los, denn wenn man sich selbst über andere Dinge stellt, könnte man meinen, man sei etwas Besonderes.
Und das sehe ich im Menschen überhaupt nicht, die machen immer und immer wieder die gleichen Fehler.
So intelligent kann das also gar nicht sein, oder sie sind so ignorant, das gibt es ja auch, oder eine Mischung. Menschen sollten sich meiner Meinung nach als Säugetier betrachten, in einer Welt in der kleine Puzzlesteinchen ein Gesamtbild ergeben.
Und dazu geht eben auch der Mensch.
Und beim Anspruch, tierschutzgerecht zu denken und sich für etwas Besseres zu halten, sollte man sich die Frage stellen, wie ist es dann mal mit solchen Dingen wie Mitleid, oder einfach Gefühle zuzulassen.
Aber das kriegen die Menschen ja oftmals nicht einmal mehr mit der eigenen Spezies hin, die schmeißen ja mittlerweise und das bitte nicht pauschal sehen sondern lediglich als Beispiel, sogar Babys in Mülltonnen.
Wenn man mit der eigenen Art schon nicht mehr klar kommt, wie will man dann ein Feeling entwickeln für Tiere.
Und Tiere sind schlicht und ergreifend, und da beziehe ich mich aber speziell auf die Haustiere, vierbeinige Familienmitglieder, die sowohl unsere Pflege als auch unseren Schutz brauchen.
Das heißt, die gehören zur sozialen Gruppe.
Das nehme ich immer sehr ernst und das würde ich auch tierschutzabhängig machen.
Es sind Familienmitglieder mit Rechten und Pflichten.
Und wenn man auf diesem Weg auch einmal anfangen würde, die Gesetzeslagen zu ändern, ergäben sich daraus schon ganz neue Formulierungen im Tierschutz, es ist dann keine Sache mehr.
Und nicht nur das, es ist viel mehr.
Wir haben uns ja nicht als Menschen und Tiere nur verhaltensmäßig angepasst, das ist ja immer ein Trugschluss zu glauben, sondern auch emotional.
Und Mensch und Tier entwickeln sich auch emotional genauso weiter wie sie es verhaltensmäßig tun.
Das haben weder Ordnungsamt noch Politiker überhaupt mal begriffen in der Substanz.
Wenn die diese Emotionen und das Verständnis nicht haben, dann sollen die uns in Ruhe lassen, denn wir sind diejenigen, die mit Tieren leben.
Und das sage ich Ihnen genauso wie ich es meine.
Jeder hat ja in einer Demokratie das Recht, Dinge so machen wie er will, und für mich ist ein Leben ohne Tiere völlig indiskutabel.
Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen, ohne Tiere zu leben.
Und die Menschen, die dieses Leben nicht führen möchten, sollten wenigstens unsere Einstellung akzeptieren, solange wir in der Öffentlichkeit als Hundehalter nicht unangenehm auffallen.
Und da sind wir schon beim nächsten Problem.
Man muss natürlich verantwortungsbewusst mit seinen Tieren umgehen. Dazu gehört auch die Erziehung.
Tierschutzmäßig bin ich dafür, dass wir nicht länger über diese Sachfragen diskutieren, denn das weiß ja mittlerweile jeder, dass Tiere keine Sache sind. Dass man da nach den vielen Jahren überhaupt noch drüber debattieren muss, finde ich ziemlich niveaulos.
Ich plädiere dafür, die Verbandelung zwischen Menschen und Tieren überhaupt nicht zu leugnen und das möchte ich bitte nicht vermenschlicht wissen.
Ich bin kein „ Tüddeltyp“, aber es heißt trotzdem, es sind halt Familienmitglieder und da komm ich immer wieder drauf zurück.
Und das hat natürlich auch Konsequenzen.
Das sehen sie ja auch, wenn Tiere krank sind oder sterben, wie man dann emotional leidet.
Deshalb ist es noch lange nicht als vermenschlichen gemeint, man sollte nur die aufkommenden und vorhandenen Emotionen nicht leugnen oder zu versuchen sie weg zu diskutieren.
Das wäre ziemlich lächerlich.
PHE: Sie erwähnten, das ihnen die Pfotenhilfe-Ungarn ein Begriff ist, in welchem Zusammenhang wurden sie darauf aufmerksam.
Günther Bloch: Im Rahmen meiner Vorträge treffe ich viele Menschen und bei dieser Gelegenheit fiel auch der Name Ihrer Tierschutzorganisation.
Es ist mir bekannt, dass sie sich in Ihrer Tierschutzarbeit intensiv mit Hunden beschäftigen.
Aber es ist auch schon ein Jahr her, so im Einzelnen kann ich das jetzt nicht mehr sagen.
PHE: Können wir in nächster Zukunft wieder eine DVD oder ähnliches von ihnen erwarten?
Günther Bloch: Wir haben ja vor zwei Jahren die DVD zu dem Buch „ Die Pizza-Hunde“ herausgebracht und die ist noch immer recht aktuell. In dieser Richtung ist zurzeit nichts geplant.
Im Moment arbeite ich an einem Buch, das ich zusammen mit einer Kollegin schreibe.
PHE: Wir danken Herrn Bloch für dieses Interview und die schönen Fotos.
Britta Berkenfeld






